| Pasadena Roof Orchestra 04/08 |
Opas Pop als kräftiges Tuten und BlasenPasadena Roof Orchestra spielte in der Lichtburgvon Sven Thielmann (WAZ)Gibt es etwas Schöneres – abgesehen von einem richtigen Schmachtfetzen -, als in einem alten Filmpalast die Musik seiner Jugend zu hören? Wohl kaum. Und so bot die Lichtburg mit ihrer langen Jazztradition (dort traten u.a. schon Benny Goodman, Louis Armstrong, Ellas Fitzgerald auf) den passenden Rahmen für das von Hannes Schmitz und Igor Albanese präsentierte Pasadena Roof Orchestra. Gleich vom ersten Takt an hauchten – besser: bliesen – die zehn handwerklich perfekt klingenden Briten den „Roaring Twenties“ Leben ein, gab die Erkennungsmelodie des Casa Loma Orchestra die Richtung für den Rest des Abends vor.Da funkelten die Perlen jener Ära, als Jazz noch Pop und keineswegs schon Swing war, groovte die geschmeidig aufspielende Kapelle derart „strictly ballroom“, dass man am liebsten das Tanzbein zu Hits wie „Got A Date With An Angel“ oder – passend zum Durchschnittsalter der begeisterten Zuhörer – zu „Golden Wedding“ geschwungen hätte. Um es mit Gershwin zu sagen: „S’wonderful“, was der singende Bandleader Duncan Galloway mit englischem Humor und fabelhaftem Tenor samt Pasadena Roof Orchestra zu Gehör brachte. Es fehlte nur Popcorn-Knistern und Rauschen, dann wäre die Illusion rotierender Schelllackschätzchen perfekt gewesen. |




Gleich vom ersten Takt an hauchten – besser: bliesen – die zehn handwerklich perfekt klingenden Briten den „Roaring Twenties“ Leben ein, gab die Erkennungsmelodie des Casa Loma Orchestra die Richtung für den Rest des Abends vor.














