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Groove Night im Landgericht Essen, 10.06.2009

Sonne im Herzen, Schirm in der Hand

250 Besucher feierten im Innenhof des Landgerichts mit starker Live-Musik

 

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Eitel Sonnenschein im Justizpalast? Wohl eher selten. Dass aber ausgerechnet zur von Igor Albanese organisierten „Groove Night“ unter freiem Himmel ebenjener von seinem Recht Gebrauch machte, Tränen über dem Landgericht zu vergießen, das schien mächtig Pech zu sein. Tja, getrommelt und gegroovt: Die gut 250 Besucher ließen sich die gute Laune von etwas Feuchtigkeit nicht verderben und genossen völlig entspannt die fabelhafte Combo von Keyboarder Thomas Hufschmidt.

 

Der hatte mit der stimmgewaltigen Harriet Lewis gleich vom Start weg ein gewichtiges Pfund für beinharte Grooves parat. Da dampfte die Bühne, jubelte das Publikum voll Sonne im Herzen, den Schirm in der Hand. Eine entzückende Mischung aus alten Funk- und Soul-Tracks plus bewährter R&B-Schlachtrösser, die „Hufe“ und seine fetzigen Mitstreiter als prächtige Party-Mugge abrockten.

 

Immer wieder packende Duelle der beiden Gitarristen Grogor Hilden und Dennis Hormes – Les Paul vs. Strat. Gewinner war das Publikum, dem auch die Basslines von Sascha Oeing mächtig in die Beine fuhren. Drummer Jochen Welle gab derweil stoisch den Fels in der Brandung, der von Roman Queck am Saxofon sanft umschmeichelt wurde.

 

Denen gefiel natürlich auch Vocal-Ass Ron Williams, der sich genüsslich im Glanze seiner jungen, bildhübschen Kollegin Joyce sonnte, kurz Musicalstar Carl Ellis die Bühne überließ und ansonsten prächtig alte Hits röhrte. Etwa gemeinsam mit Harriet Lewis den beliebten Ray Charles-Klassiker „Hit The Road Jack“.

 

Prompt weinte der Himmel vor Begeisterung. Das Publikum dagegen hörte nicht auf des Blinden Rat, blieb im Hof und feierte lautstark weiter Party fast bis zur Polizeistunde – taktvollerweise übrigens ohne „Jailhouse Rock“.

 

Text: Sven Thielmann

 
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